Erhöhte Kriegsgefahr im Südkaukasus
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| Nach der Gesprächsrunde mit Michael Emerson, Sabine Freizer (dritte v. l.) und Peter Semneby (vierter v. l.) |
In einer Gesprächsrunde mit dem Sonderbeauftragter der Europäischen Union für den Südkaukasus, Peter Semneby, wurde von den Teilnehmern eine kritischere Haltung der internationalen Organisationen gegenüber den Regierungen im Südkaukasus gefordert. Vor allem nach offensichtlichen Wahlfälschungen müsse schnell und in einer für die Bevölkerungen der südkaukasischen Staaten verständlichen Sprache reagiert werden. Oft würden die Vertreter internationaler Organisationen sich bei der Beurteilung der Wahlen nicht auf die wirklich entscheidenden Fragen konzentrieren. So werde z. B. intensiv an der Wahlgesetzgebung gearbeitet, was jedoch nur von begrenztem Nutzen sei, da es keine Institutionen gebe, die dieses Recht dann auch wirklich umsetzen könnten. Zuwenig Aufmerksamkeit erhalte die Auszählung der Stimmen. Oft erst nach Monaten liege ein aussagefähiger Bericht der internationalen Wahlbeobachter vor, der die Lage adäquat beschreibe.
Übereinstimmend wurde von den Teilnehmern aus allen drei Ländern eingeschätzt, daß die Entwicklung der Sicherheitslage in hohem Maße von Fortschritten im Bereich Demokratie und Rechtsstaat abhänge. Nur wenn es mit demokratischen Mitteln gelinge, das Interesse der Mehrheit der Bevölkerung an Stabilität und wirtschaftlicher Entwicklung zur Geltung zu bringen, könne der Frieden gesichert werden.
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